Recent Searches

    Einblicke in die Pläne der Schweiz zur Legalisierung von Cannabis

    By

    Die Schweiz hat nun ihre dreimonatige öffentliche Konsultation zu ihren ehrgeizigen Vorschlägen zur Einführung eines vollständig regulierten Marktes für Cannabis für Erwachsene gestartet und damit einen entscheidenden Schritt unternommen, um das erste europäische Land zu werden, das diesen Weg einschlägt.

    Während die wichtigsten politischen Ziele bereits seit Februar öffentlich bekannt sind, als der Schweizer Gesundheitsausschuss erstmals einen vorläufigen Gesetzentwurf verabschiedete, der es den Bürgern ermöglichen würde, Cannabis legal „anzubauen, zu kaufen, zu besitzen und zu konsumieren”, sind jetzt erstmals die vollständigen Details und der genaue Wortlaut des Gesetzentwurfs für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

    Mit dem offiziellen Beginn der öffentlichen Konsultationsphase am Freitag, dem 29. August 2025, haben Branchenakteure, Politikexperten, Mediziner und die breite Öffentlichkeit bis zum 1. Dezember Zeit, ihre Stellungnahmen zu den Vorschlägen abzugeben, bevor diese den Weg durch das Schweizer Parlament nehmen und Gesetzeskraft erlangen.

    Obwohl es sich um eines der zukunftsweisendsten und fortschrittlichsten Cannabis-Reformprojekte der jüngeren Geschichte handelt, könnten Vorschläge wie die Einrichtung eines einzigen, vom Bund beaufsichtigten Online-Vertriebskanals sowie das Verbot der vertikalen Integration dennoch auf erheblichen Widerstand stoßen, was diese Phase umso wichtiger macht.

    Was steht im Schweizer Bundesgesetz über Cannabisprodukte (CanPG)?

    Der neue Entwurf des Schweizer „CanPG” umfasst alles von der Verpackung von Cannabis über Details zu den Verkaufszeiten bis hin zur Besteuerung.

    Ein zentraler Punkt des Gesetzentwurfs, der sich auf die politischen Vorschläge in dem über 200 Seiten starken Dokument auswirkt, ist die Konzentration auf gemeinnützige Grundsätze, wobei die Schadensminderung Vorrang vor kommerziellen Möglichkeiten hat.

    Dies mag für Betreiber, die von dem neu reformierten Markt profitieren möchten, zwar nicht ideal sein, aber es schafft eine Grundlage, die sich eng an das Völkerrecht anlehnt und damit auf internationaler Ebene eine solide Rechtfertigung für die Legalisierung schafft.

    Obwohl die Schweiz kein EU-Mitglied ist, muss sie aufgrund ihrer Teilnahme am Schengen-Raum dennoch den freien Warenverkehr respektieren, was für andere europäische Staaten, die eine Reform der Cannabis-Gesetzgebung für Erwachsene in Betracht ziehen, ein Knackpunkt ist.

    Die Ausrichtung ihres Regelwerks direkt am Prinzip der Schadensminderung wird sich für die Schweiz also als vorteilhaft erweisen.

    Matthias Meyer

    Matthias Meyer is a seasoned journalist and editor based in Berlin, with over a decade of experience covering cannabis, gaming, and counterculture industries. He served as Editor-in-Chief of Hanf Journal, one of Germany’s leading cannabis publications, from 2016 to 2021, where he oversaw editorial strategy, reporting, and digital development. As a contributing author to Business of Cannabis, he brings deep insights into Germany’s evolving cannabis landscape, drawing on years of frontline reporting, event coverage, and industry commentary.