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    Prohibition Partners stellt seine Next-Gen-Plattform zur Verfolgung europäischer Cannabis-Trends vor

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    Da die europäischen Märkte für medizinisches Cannabis zunehmend miteinander vernetzt sind, hat Prohibition Partners eine einzigartige digitale Informationsplattform geschaffen, die Echtzeit-Einblicke in Produktion, Konsum und grenzüberschreitende Handelsströme gewährt.

    Kürzlich veröffentlichten Prohibition Partners die 10. Ausgabe des renommierten European Cannabis Report und präsentiert dabei eine völlig neue Form der Bereitstellung von bewährten und vertrauenswürdigen Informationen zum Thema Cannabis. Der neue dynamische wie kontinuierlich aktualisierte Insights Hub wurde entwickelt, um die sich rasch entwickelnden Komplexitäten der europäischen Regulierungslandschaft, des zwischenstaatlichen Handels und des Patientenzugangs in Echtzeit verfolgen zu können.

    Die neue Plattform, die ab sofort unter insightshub.prohibitionpartners.com verfügbar ist, entfernt sich von statischen, punktuell erstellten Berichten und bietet stattdessen ein interaktives, stets verfügbares Ergebnis.

    „Seit 2017 verfolgen wir die Entwicklung der Cannabismärkte in ganz Europa“, sagte Stephen Murphy, CEO von Prohibition Partners. „„Wir wussten, dass es an der Zeit für etwas Neues war, das dem Tempo, dem Umfang und der Komplexität der aktuellen Entwicklungen gerecht wird.““

    Ein wachsendes Netz grenzüberschreitender Lieferungen

    Obwohl die Landschaft für medizinisches Cannabis in Europa nach wie vor zersplittert ist und jeder Markt seine Eigenheiten und einzigartigen Möglichkeiten behält, agiert kein Land isoliert.

    Jeder europäische Markt mit einem funktionierenden medizinischen Cannabisprogramm betreibt in irgendeiner Form grenzüberschreitenden Handel, entweder durch Importe, Exporte oder beides.

    Die folgende Karte, die einen Einblick in die neue umfassende Informationsplattform von Prohibition Partners gibt, verdeutlicht die unterschiedlichen Fortschritte auf dem gesamten Kontinent.

     

    Wie Prohibition Partners ausführlich darlegt, ist Deutschland weiterhin der größte Importeur in Europa und hat allein im Jahr 2024 71,5 Tonnen eingeführt. Deutschland spielt aber auch eine wichtige Rolle als Weiterhändler, der Cannabisprodukte verarbeitet und an Nachbarländer wie Polen (4,8 Tonnen) und das Vereinigte Königreich (ca. 2 Tonnen) vertreibt, obwohl dieses Cannabis nicht im Inland angebaut wird.

    Der Großteil der deutschen Importe stammt aus Kanada (33 Tonnen), Portugal und Dänemark, wobei sich das Importvolumen allein im ersten Quartal 2025 nach einer umfassenden Reform der Vorschriften im Rahmen des Cannabisgesetzes mehr als vervierfacht hat.

    Unterdessen hat sich Portugal zum Exportmotor Europas entwickelt und im Jahr 2024 32,5 Tonnen exportiert, von denen etwa die Hälfte nach Deutschland ging. Weitere wichtige Zielmärkte waren Großbritannien, Spanien und Australien. Die Importzahlen Portugals werden zwar nicht öffentlich bekannt gegeben, aber das Land spielt eine bedeutende Rolle bei der Verarbeitung und Wiederausfuhr von Cannabis, das ursprünglich aus Ländern wie Uruguay, Südafrika und Kanada stammt.

    Dänemark ist mit 10 Tonnen im Jahr 2024 der zweitgrößte Exporteur des Kontinents, der vor allem nach Deutschland und Australien ausliefert. Trotz seiner starken Exportposition ist Dänemark für die Versorgung seiner Patienten aber weiterhin auf importiertes medizinisches Cannabis angewiesen, insbesondere Blüten aus den Niederlanden und Extrakte aus Kanada und Neuseeland.

    Spanien spielt eine einzigartige Rolle: Das Land verfügt über relativ große Anbauflächen und führt erhebliche Mengen wieder aus, obwohl es kein formelles System für den Zugang von Patienten zu medizinischem Cannabis gibt. Im Jahr 2024 exportierte das Land 7 Tonnen, hauptsächlich nach Großbritannien und Deutschland, während es etwa 4 Tonnen importierte, die fast ausschließlich aus Portugal stammten.

    Von Importen abhängige Märkte

    Das Vereinigte Königreich – gemessen am Volumen – ist mittlerweile der zweitgrößte europäische Markt für medizinisches Cannabis und importierte im Jahr 2024 15,5 Tonnen. Obwohl der heimische Anbau allmählich anläuft, ist der Markt nach wie vor stark von Importen aus Spanien, Kanada, Portugal und Australien abhängig.

    Ein Großteil dieser Lieferungen hat mehrere Rechtsordnungen durchlaufen, was die Komplexität und Undurchsichtigkeit der europäischen Lieferketten verdeutlicht.

    In Polen, das im Jahr 2024 7,8 Tonnen importierte, wird sämtliches medizinisches Cannabis aus dem Ausland bezogen, größtenteils aus Deutschland. Der starke Anstieg der Nachfrage im Jahr 2024 stand im Zusammenhang mit dem Wachstum von Telemedizin-Plattformen, obwohl dies nun durch staatliche Restriktionen eingeschränkt wird.

    Reine Exportmärkte

    Andere Länder, wie Nordmazedonien, haben sich ausschließlich als Exporteure positioniert. Im Jahr 2024 wurden rund 4 Tonnen vor allem nach Deutschland und Großbritannien exportiert. Trotz der Legalisierung von medizinischem Cannabis werden derzeit in Nordmazedonien keine Patienten mit Cannabis behandelt, und die gesamte Produktion ist für den Export bestimmt.

    Ähnlich verhält es sich in den Niederlanden, von wo aus weiterhin rund 4 Tonnen pro Jahr exportiert werden. Hauptsächlich geschieht dies über Bedrocan, wobei die Regierung alle externen Lieferverträge verwaltet. Die Exporte gehen überwiegend nach Deutschland und Italien, während der inländische Verbrauch relativ gering bleibt.

    Nun alles in Echtzeit verfolgen

    Da dieses zunehmend miteinander verbundene Netzwerk der Cannabisversorgung immer komplexer wird, ermöglicht der Prohibition Partners Insights Hub den Nutzern, diese Ströme im Laufe ihrer Weiterentwicklung zu beobachten.

    Durch Echtzeit-Visualisierungen, Aufschlüsselungen nach Ländern und aufgrund einer dynamischen Darstellung der Handelsvolumina können Nutzer nun verfolgen, wo Cannabis produziert, verarbeitet und konsumiert wird und wie sich das Geschehen von Monat zu Monat verändert.

    Da Deutschlands Pilotprogramm zur Legalisierung des Konsums durch Erwachsene betreffend der geplanten zweiten Phase sich aktuell in der Schwebe befindet, die Niederlande sich auf Europas größten Versuch zur Legalisierung des Konsums durch Erwachsene im April vorbereiten und die Schweiz ein nationales Gesetz zur Legalisierung ausarbeitet, wird 2025 ein entscheidendes Jahr für Cannabis in Europa werden.

    Der Insights Hub sorgt dafür, dass die beteiligten Akteure nicht nur zusehen, wie sich die Geschichte entwickelt, sondern sie auch in Echtzeit verstehen können.

    Matthias Meyer

    Matthias Meyer is a seasoned journalist and editor based in Berlin, with over a decade of experience covering cannabis, gaming, and counterculture industries. He served as Editor-in-Chief of Hanf Journal, one of Germany’s leading cannabis publications, from 2016 to 2021, where he oversaw editorial strategy, reporting, and digital development. As a contributing author to Business of Cannabis, he brings deep insights into Germany’s evolving cannabis landscape, drawing on years of frontline reporting, event coverage, and industry commentary.